Amazon „FBA Reserved Inventory“ automatisch in Google Sheets importieren und auswerten
„Reserved“ kann bei FBA verschiedene Ursachen haben: Die Ware ist einer Kundenbestellung zugeordnet, wird zwischen Logistikzentren verlagert oder zusätzlich bearbeitet. Diese Unterschiede sind für Ihre Nachschubplanung entscheidend. Sonst bestellen Sie möglicherweise unnötig nach oder übersehen einen wachsenden Bearbeitungsrückstand. Der FBA Reserved Inventory Report schlüsselt reservierte Mengen nach diesen drei Gründen auf. In dieser Anleitung importieren Sie die Daten automatisch in Google Sheets und erstellen eine regelmäßig aktualisierte Übersicht Ihres Bestandsstatus.

FBA Reserved Inventory mit Hopted automatisch in Google Sheets importieren
Mit einer Amazon-Anbindung für Google Sheets wie Hopted richten Sie die Verbindung einmal ein. Anschließend werden Ihre Daten automatisch importiert.
Schritt 1.
Installieren Sie die Hopted-Browsererweiterung und melden Sie sich mit Ihrem Google-Konto an.
Schritt 2.
Verbinden Sie Amazon Seller Central sicher über den Hopted-Einrichtungsassistenten mit Google Sheets.

Schritt 3.
Wählen Sie in Google Sheets aus den verfügbaren Amazon Seller Central-Berichten „Reserved Inventory“ aus.

Schritt 4.
Wählen Sie die benötigten Spalten aus: sku, product-name, reserved-qty, reserved-customerorders, reserved-fc-transfers und reserved-fc-processing.

Schritt 5.
Legen Sie fest, wie oft Sie die Aufschlüsselung reservierter Bestände exportieren und aktualisieren möchten. Wir empfehlen Daily, da Amazon laufend Bestand verlagert und sich die Mengen im Status „FC Transfer“ ändern.

Schritt 6.
Speichern Sie den Import. Hopted überträgt Ihre reservierten Bestände aus Seller Central in die Tabelle und aktualisiert sie nach Ihrem Zeitplan, solange Verbindung und Import aktiv sind.

Was ist der Amazon FBA Reserved Inventory Report?
Der Bericht zeigt, warum Einheiten als reserviert geführt werden. Er schlüsselt die Gesamtmenge in drei Kategorien auf. Reserviert bedeutet dabei nicht in jedem Fall, dass Kunden die Ware nicht bestellen können:
Reserved – Customer Orders: Diese Einheiten sind Kundenbestellungen zugeordnet und noch nicht versandt. Für weitere Bestellungen stehen sie nicht frei zur Verfügung.
Reserved – FC Transfers: Amazon verlagert die Einheiten zwischen Logistikzentren. Sie können weiterhin bestellbar sein; fehlt sofort versandbereiter Bestand, sehen Kunden gegebenenfalls einen späteren Versandtermin.
Reserved – FC Processing: Diese Einheiten werden im Logistikzentrum zusätzlich bearbeitet, etwa zur Prüfung von Maßen und Gewicht, für Untersuchungen oder für ausstehende Remissionsaufträge. Dieser Status allein beweist keinen Schaden oder Verlust.
Damit können Sie unter anderem folgende Fragen untersuchen:
Warum zeigt mein Angebot einen späteren Versandtermin, obwohl ich letzte Woche 1.000 Einheiten angeliefert habe?Prüfen Sie unter anderem, ob sich die Einheiten noch in „FC Transfer“ befinden.Wie viele Einheiten sind derzeit Kundenbestellungen zugeordnet und noch nicht versandt?Bleibt die Menge in „FC Processing“ über mehr als zwei Wochen auffällig hoch?Das ist ein Anlass zur Prüfung, kein Nachweis, dass dieselben Einheiten durchgehend betroffen sind.Sollte ich jetzt nachliefern oder zunächst die Ankunft der umgelagerten Einheiten abwarten?
Reservierten Bestand in Tabellen auswerten
Mit einem automatisierten Datenimport können Sie sich von der Dateneingabe auf die Datenanalyse konzentrieren. Genau darin liegt der Vorteil, Amazon-Seller-Central-Daten in Tabellen auszuwerten und eigene Vorlagen nach dem vertrauten Excel-Prinzip zu erstellen.
Hier sind drei Vorlagen, die Sie direkt aufbauen können:
Vorlage 1: Bestand für offene Kundenbestellungen
Die Spalte „Reserved – Customer Orders“ zeigt den aktuellen Bestand für noch nicht versandte Kundenbestellungen. Sie ist eine Momentaufnahme offener Mengen und keine Messung der Verkäufe eines Tages.
So erstellen Sie die Vorlage:
Pivot-Zeilen:
sku.Pivot-Werte:
Summe von reserved-customerordersinnerhalb einer Bestandsaufnahme. Addieren Sie keine täglichen Momentaufnahmen.Was Sie daraus ablesen: Die Anzahl der Einheiten, die für kürzlich eingegangene Kundenbestellungen (in den letzten 1–3 Tagen) reserviert sind und noch nicht versendet wurden. Steigt diese Zahl für eine bestimmte SKU plötzlich an, geht Ihr Produkt vielleicht gerade viral oder eine Aktion leert den Bestand schneller als gedacht.
Vorlage 2: Anteil der Umlagerungen überwachen
Nach einer Anlieferung verteilt Amazon Bestand gegebenenfalls auf weitere Logistikzentren. Solange kein sofort verfügbarer Bestand vorliegt, können spätere Liefertermine die Kaufentscheidung beeinflussen. Die Dauer einer Umlagerung variiert.
So erstellen Sie die Vorlage:
Formel: Berechnen Sie
% in Transfer=reserved-fc-transfers/ (Available Quantity+reserved-qty). Verwenden Sie Daten derselben Bestandsaufnahme und fangen Sie einen Nenner von null ab.Bedingte Formatierung: Markieren Sie Zeilen, wenn
% in Transferüber 50 % liegt. Dies ist Ihre interne Prüfgrenze.Ergebnis: Liegen beispielsweise 80 % dieses Bestands in Umlagerung, prüfen Sie die tatsächlich angezeigten Liefertermine und die verbleibende sofort verfügbare Menge. Passen Sie Werbebudget und Nachschubplanung gegebenenfalls an; der Transferanteil allein sagt noch nichts über die Rentabilität Ihrer Anzeigen aus.
Vorlage 3: Bearbeitungsrückstände erkennen
Beobachten Sie, ob die Menge in reserved-fc-processing über längere Zeit hoch bleibt oder wächst. Für die Bewertung sind Ursache, Warenbewegungen und Bearbeitungsstand entscheidend.
So erstellen Sie die Vorlage:
Verlauf: Speichern Sie tägliche Bestandsaufnahmen und stellen Sie die
Summe von reserved-fc-processingje Tag dar. Addieren Sie die Momentaufnahmen nicht zu einer Gesamtmenge.Hinweis: Markieren Sie einen Bestand, der länger als sieben Tage gleich hoch bleibt oder wächst, zur internen Prüfung.
Ergebnis: Bleiben beispielsweise zwei Wochen lang 100 Einheiten in „FC Processing“, prüfen Sie die Bewegungen und den Bearbeitungsgrund. Bei ungeklärten Verzögerungen können Sie den Verkäuferservice kontaktieren. Eine gleichbleibende Gesamtmenge beweist nicht, dass dieselben 100 Einheiten festhängen.
Typische Arbeitsabläufe mit diesem Bericht
PPC-Steuerung: Prüfen Sie bei hohen Transfermengen Liefertermine und Anzeigenleistung, bevor Sie Gebote oder Budgets anpassen.
Liquiditätsplanung: „Reserved – Customer Orders“ zeigt Mengen für offene Bestellungen, deren Erlös noch nicht ausgezahlt ist. Für Beträge und Auszahlungstermine benötigen Sie Bestell- und Abrechnungsdaten.
Anlieferungsabgleich: Prüfen Sie Bearbeitungsbestände zusammen mit Anlieferungs- und Lagerbewegungsdaten, bevor Sie eine Mengendifferenz als Verlust einstufen.
Nachschubplanung: Zählen Sie bereits Kundenbestellungen zugeordnete Einheiten nicht als frei verfügbaren Bestand für neue Nachfrage.
Häufige Fragen zu Amazon FBA Reserved Inventory
F: Können Kunden reservierten Bestand kaufen? Das hängt vom Grund der Reservierung ab.
FC Transfer: Die Einheiten können bestellbar sein, gegebenenfalls mit einem späteren Versandtermin.
FC Processing: In der Regel sind die Einheiten bis zum Abschluss beziehungsweise zur Freigabe der Bearbeitung nicht bestellbar.
Customer Orders: Diese Einheiten sind bereits anderen Kundenbestellungen zugeordnet.
F: Wie lange dauert „FC Transfer“? Die Dauer hängt von Standorten, Kapazitäten und Transportbedingungen ab und kann mehrere Wochen betragen. Prüfen Sie den aktuellen Stand und die für Ihre Sendung geltenden Hinweise in Seller Central; eine allgemeine Tageszahl ist keine Lieferzusage.
F: Warum befindet sich mein Bestand in „FC Processing“? Mögliche Gründe sind Prüfungen von Maßen und Gewicht, laufende Untersuchungen oder ausstehende Remissionsaufträge. Prüfen Sie die konkreten Angaben in Seller Central, wenn sich die Bearbeitung verzögert.
F: Zählt reservierter Bestand zur FBA-Kapazitätsauslastung? Er gehört weiterhin zu Ihrem FBA-Bestand und kann in die Auslastung einfließen. Prüfen Sie die Berechnung Ihres Marketplaces und die Angaben im Kapazitätsmonitor.
Was unterscheidet Hopted von anderer Amazon-Verkäufersoftware? Viele Tools geben eigene Dashboards und Berichte vor. Hopted automatisiert Daten direkt in Ihren bestehenden Tabellen, etwa in Google Sheets. Sie führen verteilte Amazon-Daten zu Verkäufen, Beständen, Bestellungen und weiteren Bereichen zusammen und erstellen individuelle Berichte und Automatisierungen, die Sie für Ihre Arbeit benötigen.
Referenz zum Amazon-Seller-Central-Bericht
Quellenhinweis: Die Links in diesem Abschnitt führen, soweit verfügbar, zu Amazon-Seller-Central-Berichten und Hilfedokumenten.
Der Reserved Inventory Report schlüsselt die reservierten Einheiten Ihres Bestands nach Reservierungsgrund auf und hilft Ihnen, deren Status einzuordnen.
Reservierter Bestand kann einer Kundenbestellung zugeordnet sein, zwischen Logistikzentren transportiert oder für zusätzliche Bearbeitung zurückgehalten werden. Einheiten in Umlagerung können weiterhin bestellbar sein.
Hinweis: Reservierte Mengen sind nicht in Available oder Unsellable enthalten. Für eine Bestandsübersicht können Available, Unsellable, Reserved und Inbound aus derselben Datenquelle und Bestandsaufnahme zusammengeführt werden. Diese Summe beschreibt den erfassten SKU-Bestand einschließlich Anlieferungen, nicht automatisch die Menge einer einzelnen Sendung.
Einheiten können aus folgenden Gründen als reserviert geführt werden:
- Customer order: Diese Einheiten sind für den Versand von Kundenbestellungen vorgesehen.
- FC transfer: Diese Einheiten werden zwischen Logistikzentren verlagert, um sie näher bei Kunden zu lagern. Sie können bestellbar bleiben. Ist kein anderer Bestand sofort versandbereit, wird Kunden möglicherweise ein späterer Versandtermin angezeigt.
- Hinweis: Umlagerungen können mehrere Wochen dauern. Bei Verzögerungen, etwa durch Wetterbeschränkungen, kann eine Prüfung erforderlich sein. Maßgeblich sind die aktuellen Angaben zu Ihrer Ware.
- FC processing: Diese Einheiten werden im Logistikzentrum zusätzlich bearbeitet, etwa zur Prüfung von Maßen und Gewicht, wegen laufender Untersuchungen oder ausstehender Remissionsaufträge. Weitere Informationen finden Sie unter Remove inventory (overview).
Hinweis: Manche Einheiten werden weiterhin unter FC Processing geführt, obwohl keine gesonderte Prüfung läuft. Ihre Freigabe als verkaufbarer Bestand kann von der verfügbaren Menge und dem unmittelbaren Bedarf abhängen.
Hinweis: Bei der Vorbereitung einer Umlagerung können Einheiten vorübergehend sowohl unter FC Transfer als auch unter FC Processing erscheinen. Addieren Sie solche Unterkategorien nicht ungeprüft. Transferbestand kann bestellbar sein, ohne bereits für eine sofortige Prime-Lieferung zur Verfügung zu stehen.