Amazon Monthly Storage Fees automatisch in Google Sheets importieren, synchronisieren und analysieren
Lagerkosten können die Marge langsam verkaufter Produkte erheblich belasten. FBA Monthly Storage Fees zeigt geschätzte monatliche Kosten je ASIN und die dazugehörigen Einflussgrößen. Diese Anleitung erklärt, wie Sie den Bericht automatisch in Google Sheets importieren, teure Bestände erkennen und Maßnahmen anhand von Daten planen.

Monthly Storage Fees automatisch mit Google Sheets synchronisieren und importieren – mit Hopted
Mit einer Amazon-Anbindung für Google Sheets wie Hopted richten Sie die Verbindung einmal ein. Anschließend werden Ihre Daten automatisch importiert.
Schritt 1.
Installieren Sie die Hopted-Browsererweiterung und melden Sie sich mit Ihrem Google-Konto an.
Schritt 2.
Verbinden Sie Amazon Seller Central sicher über den Hopted-Einrichtungsassistenten mit Google Sheets.

Schritt 3.
Wählen Sie in Google Sheets „FBA Storage Fees“ und den gewünschten verfügbaren Zeitraum. Die Auswahl kann Optionen wie „Last 24 hours“ enthalten; Lagergebührendaten beziehen sich jedoch auf Abrechnungsmonate. Wählen Sie beispielsweise „Include records for the last 30 days“ und prüfen Sie die enthaltenen Gebührenmonate.

Schritt 4.
Wählen Sie die benötigten Spalten: asin, product-name, estimated-monthly-storage-fee, average-quantity-on-hand, storage-utilization-ratio, utilization-surcharge-rate, item-volume und product-size-tier.

Schritt 5.
Legen Sie fest, wie häufig Sie Ihre Lagergebührendaten exportieren und aktualisieren möchten. Ein täglicher Import kann neu bereitgestellte Monatswerte übernehmen; die Gebühren werden dadurch nicht täglich neu abgerechnet.

Schritt 6.
Speichern Sie Ihren Datenimport. Hopted übernimmt die Lagergebührenhistorie aus Seller Central in Ihre Tabelle und aktualisiert das Dashboard nach Zeitplan.

Was ist der Amazon Monthly Storage Fees Report?
Der Bericht enthält geschätzte monatliche Lagergebühren je erfasster ASIN. Er zeigt, welche Kosten durch den in Amazon-Logistikzentren belegten Raum entstehen.
Zusätzliche Felder erklären Kostentreiber, darunter den Storage Utilization Surcharge bei entsprechender Lagerauslastung und die Product Size Tier als relevante Größenklasse für den Tarif.
Damit können Sie unter anderem folgende Fragen untersuchen:
Verursacht ein kleiner Teil meiner Produkte den größten Teil der Lagerkosten?Ist ein Produkt einer zu großen Größenklasse zugeordnet?Für welche ASINs wird ein Storage Utilization Surcharge ausgewiesen?Wie viel kostet mich Bestand ohne Verkäufe jeden Monat allein an Lagergebühren?Erklären saisonale Tarife den Anstieg meiner Lagerkosten im Oktober?
Monatliche Lagergebühren in Tabellen analysieren
Mit einem automatisierten Datenimport können Sie sich von der Dateneingabe auf die Datenanalyse konzentrieren. Genau darin liegt der Vorteil, Amazon-Seller-Central-Daten in Tabellen auszuwerten und eigene Vorlagen nach dem vertrauten Excel-Prinzip zu erstellen.
Hier sind drei Vorlagen, die Sie direkt aufbauen können:
Vorlage 1: Lagerkosten im Dashboard
Erkennen Sie Produkte mit hohen Gesamtlagerkosten und hohen Kosten pro durchschnittlich gelagerter Einheit.
So erstellen Sie die Vorlage:
Sortierung: Absteigend nach
estimated-monthly-storage-fee.Berechnung: Ergänzen Sie
Fee Per Unit=estimated-monthly-storage-fee/average-quantity-on-hand. Behandeln Sie einen durchschnittlichen Bestand von null gesondert.Was Sie erkennen: Ein Zubehörartikel für 10 $ kann beispielsweise 0,50 $ Lagerkosten im Monat pro Einheit verursachen. Bei langsamen Verkäufen kann die Lagerdauer damit einen erheblichen Teil der Marge aufzehren.
Vorlage 2: Lagerauslastungszuschläge erkennen
Der Storage Utilization Surcharge kann bei hohem Bestand im Verhältnis zum Warenumschlag anfallen. Prüfen Sie, bei welchen Positionen er im Bericht ausgewiesen wird.
So erstellen Sie die Vorlage:
Filter: Zeigen Sie Zeilen mit
estimated-storage-utilization-surcharge> 0.Spalten:
ASIN,average-quantity-on-handundstorage-utilization-ratio.Was Sie erkennen: Bestände, deren Wirtschaftlichkeit Sie näher prüfen sollten. Vergleichen Sie Abverkauf, Outlet-Angebote und Remission anhand von Kosten und Nachfrage. Der Zuschlag und der IPI sind unterschiedliche Größen.
Vorlage 3: Maße und Größenklassen prüfen
Eine erneute Vermessung kann zu einer anderen Größenklasse und damit zu veränderten Lagerkosten führen. Prüfen Sie auffällige Einstufungen anhand der tatsächlichen Verpackungsmaße.
So erstellen Sie die Vorlage:
Pivot-Tabelle: Zeilen =
product-size-tier. Werte =Summe von estimated-monthly-storage-fee.Genauer prüfen: Suchen Sie nach ASINs, deren
product-size-tiernicht zu den Maßen passt, die Sie belegen können.Was Sie erkennen: Mögliche Mess- oder Zuordnungsfehler. Beantragen Sie gegebenenfalls eine erneute Messung und prüfen Sie einen Erstattungsanspruch innerhalb der geltenden Fristen. Eine auffällige Einstufung allein garantiert keine Erstattung.
Typische Arbeitsabläufe mit diesem Bericht
Rentabilität analysieren: Beziehen Sie Lagergebühren in die SKU-Kostenrechnung ein, um den tatsächlichen Beitrag nach Lagerkosten zu beurteilen. Für den Nettogewinn müssen auch weitere Kosten berücksichtigt werden.
Das vierte Quartal planen: Berechnen Sie Szenarien für Oktober bis Dezember anhand erwarteter Bestände und der angekündigten Tarife je Marktplatz und Größenklasse.
Remissionen planen: Vergleichen Sie die aktuellen einmaligen Remissionskosten mit den erwarteten weiteren Lagerkosten und dem möglichen Verkaufserlös.
Bestandseffizienz verbessern: Erkennen Sie Überbestände und Langsamdreher. Gezielter Abbau kann die Bestandsleistung verbessern; eine bestimmte IPI-Veränderung lässt sich daraus nicht garantieren.
Häufige Fragen zu Amazon Monthly Storage Fees
Warum sind Lagergebühren im vierten Quartal höher? Für die Hochsaison von Oktober bis Dezember können höhere Tarife gelten. Wie stark die Kosten steigen, hängt von Markt, Größenklasse, Warenvolumen und geltenden Zuschlägen ab. Nutzen Sie den Bericht zusammen mit den aktuellen Tarifen für Ihre Planung.
Was unterscheidet Monthly Storage Fees und Aged Inventory Surcharge?
Monthly Storage Fees: Reguläre monatliche Gebühren für den belegten Lagerraum.
Aged Inventory Surcharge: Eine Zusatzgebühr für ältere Bestände, früher Long-Term Storage Fee. Sie fällt zusätzlich nach den geltenden Altersstufen und Kategorieausnahmen Ihres Marktplatzes an.
Wie wird der Storage Utilization Surcharge berechnet? Maßgeblich ist die Storage Utilization Ratio, also das Verhältnis von durchschnittlichem Lagerbestand zum versendeten Volumen nach Amazons Berechnung für den relevanten Zeitraum. Verwenden Sie die ausgewiesene Kennzahl und die geltenden Tarifstufen; Tage und Wochen dürfen bei einer eigenen Berechnung nicht vermischt werden.
Enthält der Bericht Remissionsaufträge? average-quantity-pending-removal zeigt durchschnittliche Mengen mit ausstehender Remission beziehungsweise Entsorgung. Wie diese Mengen bei Lagergebühren berücksichtigt werden, hängt vom Auftragsstatus und den geltenden Regeln ab. Gleichen Sie Gebühren mit Antragsdatum und Status ab.
Was unterscheidet Hopted von anderer Amazon-Verkäufersoftware? Viele Tools geben eigene Dashboards und Berichte vor. Hopted automatisiert Daten direkt in Ihren bestehenden Tabellen, etwa in Google Sheets. Sie führen verteilte Amazon-Daten zu Verkäufen, Beständen, Bestellungen und weiteren Bereichen zusammen und erstellen individuelle Berichte und Automatisierungen, die Sie für Ihre Arbeit benötigen.